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Geschichte der SAP
1982-1991: Die Ära SAP R/3
| 1982 |
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Der zehnte Geburtstag: 1982 feiert die SAP ihren zehnten Geburtstag. Die
eigenen Räume sind bereits wieder zu klein, ein erster Erweiterungsbau wird in
Rekordzeit errichtet. Über 250 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der
Schweiz arbeiten mit der SAP-Software.
Steigerung: Erzielt wird ein Umsatz von rund 24 Millionen DM. Die
Mitarbeiterzahl erreicht die Marke von einhundert. Rund 240 Kunden setzten SAP-Software
zur Steuerung ihrer Unternehmensprozesse ein.
Abschied: Ein Gründungsmitglied der SAP scheidet aus dem Unternehmen
aus. |
| 1983 |
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Ausbau in allen Bereichen: 1983 steht ganz im Zeichen der sich
verstärkenden Expansion. Ein dritter Bauabschnitt ist notwendig, um
Arbeitsplätze für die weiter hochschnellende Zahl der neuen Mitarbeiter zu
schaffen.
Kennzahlen: Zur Jahresmitte beträgt die Mitarbeiterzahl 125. Im
Geschäftsjahr werden rund 41 Millionen DM an Umsätzen erreicht.
Vorreiter: Bei Heraeus in Hanau wird die erste Produktionsplanung und -steuerung
(RM-PPS) installiert. |
| 1984 |
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Personalwirtschaft: 1984 stellt die SAP 48 neue Mitarbeiter ein.
Insbesondere die Neuentwicklung der Module RK, PPS und RP erfordert hohe personelle
Ressourcen. Gruezi: In Biel (Schweiz) wird die SAP (International) AG
gegründet. Von der Schweiz aus sollen die Auslandsmärkte bearbeitet werden.
Zahlenwerk: Mit 163 Mitarbeitern erzielt die SAP einen Umsatz von rund 48
Millionen DM. |
| 1985 |
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Speicherplatz: 1985 nutzt das Rechenzentrum der SAP drei IBM-Rechner
und einen Siemens-Rechner. Insgesamt 64 Megabyte Arbeitsspeicher stehen den
Mitarbeitern für die Neu- und Weiterentwicklung der Software zur
Verfügung.
Internationale Geschäfte: Zur Jahresmitte wird das Bieler Büro
bezogen; fünf SAP-Mitarbeiter aus Walldorf unterstützen den Start des
internationalen Geschäfts in der Schweiz. Zum Jahresende arbeiten mehr als 250
Mitarbeiter bei der SAP, sie erzielen einen Umsatz von 61 Millionen DM.
Qualitätssteigerung: Der neue Qualitätssicherungsausschuss (QSA) soll
die Stabilität der SAP-Software weiter stärken. |
| 1986 |
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Ausland: 1986 wird in Österreich die erste SAP-Landesgesellschaft
gegründet. Auch im Rhein-Ruhr-Gebiet stärkt das Unternehmen die
Kundennähe: In Ratingen bei Düsseldorf eröffnet die erste
SAP-Geschäftsstelle.
Organisation: Das bisherige Grundkapital der SAP wird deutlich um 4,5 Millionen
DM auf 5 Millionen DM aufgestockt. Die auf rund 300 gewachsene Mitarbeiterzahl
erfordert die Einrichtung von kleineren organisatorischen Einheiten, die jeweils durch
einen Abteilungsleiter geführt werden.
Umsatz: Ein neues Bilanzrichtliniengesetz ist die Ursache für einen
stürmischen Auftragseingang: Rund 100 Neuaufträge gehen für die
SAP-Anlagenbuchhaltung ein. Beim Umsatz wird, früher als erwartet, die
100-Millionen-Mark-Grenze erreicht.
Entwicklung: Nach dreijähriger Entwicklungszeit steht den Kunden auch
SAP-Software für den Bereich Personalwirtschaft zur Verfügung.
Präsentation: Zum ersten Mal präsentiert sich das Unternehmen auch auf
der größten Computermesse der Welt, der CeBIT in Hannover. |
| 1987 |
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Bauwirtschaft: 1987 erfolgt der Spatenstich für das
Schulungszentrum der SAP im Walldorfer Gewerbegebiet. Aber auch am Hauptstandort in der
Max-Planck-Straße im Walldorfer Gewerbegebiet wird weiter gebaut - die
mittlerweile fünfte Erweiterungsstufe.
Expansion: Nach den Niederlanden, der ersten nichtdeutschsprachigen
Landesgesellschaft, wagt die SAP noch im gleichen Jahr den Schritt nach Frankreich,
Spanien und Großbritannien. Kunden in Norddeutschland werden von der
neugegründeten Geschäftsstelle in Hamburg und süddeutsche Kunden von der
Geschäftsstelle München betreut und beraten. Zum Jahresende zählt die
SAP mehr als 500 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 152 Millionen DM.
Anwenderkongress: Als Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen
Anwendern und Interessenten dient der erste SAP-Softwarekongress in Karlsruhe.
Erweiterung: Mit neuen Rechnergenerationen von IBM steht die SAP-Software
zukünftig auch mittelständischen Kunden mit einem Jahresumsatz von 30 bis 200
Millionen DM zur Verfügung; zur Betreuung dieses Kundenkreises wird die SAP
Consulting gegründet.
Neue Generation: Normierungsansätze in der Softwareherstellung sind ein
entscheidender Impuls für die SAP, mit der Entwicklung einer neuen
Softwaregeneration zu beginnen: SAP R/3. |
| 1988 |
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Umwandlung & Notierung: 1988 wird die SAP GmbH in eine
Aktiengesellschaft umgewandelt. Gleichzeitig wird das Grundkapital der Gesellschaft in
zwei Schritten von 5 Millionen DM auf 60 Millionen DM erhöht. Im Oktober folgt der
Gang an die Börse: Die 1,2 Millionen auf den Inhaber lautenden Aktien werden an
den Wertpapierbörsen in Frankfurt und Stuttgart notiert. Der Emissionspreis
beträgt 750 DM je Aktie.
Erweiterungen: Der Aufbau des internationalen Geschäfts wird durch die
Gründung von Landesgesellschaften in Dänemark, Schweden, Italien und den USA
weiter gestärkt. In Walldorf wird das Internationale Schulungszentrum
eröffnet. Angegliedert ist ein Sportpark für die mittlerweile 940 Mitarbeiter
der SAP. Diese erwirtschaften einen Umsatz von 245 Millionen DM.
Jubiläum: Dow Chemicals ist der 1000ste Kunde der SAP-Software. Um die
Anforderungen ausgewählter Branchen abzudecken, beginnt die SAP mit der
Entwicklung von RIVA, einem Abrechnungs- und Verwaltungssystem für
Versorgungsunternehmen. |
| 1989 |
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Mehr Bedienerfreundlichkeit: 1989 stellt die SAP ihre neue
bedienerfreundliche Oberfläche für das System R/2 vor. Mit neuen Werkzeugen,
zum Beispiel die Programmierumgebung ABAP/4, werden unter anderem im Bereich
Produktion, neue Entwicklungen gestartet.
Wachstum erfordert Investition: Auch SAP R/3 gewinnt zunehmend an Kontur:
Insgesamt vier UNIX-Systeme verschiedener Hersteller werden in die Entwicklungsarbeiten
einbezogen. Rund 85 Millionen DM, das entspricht rund 33 Prozent des Umsatzes der SAP
AG, werden allein in die Forschung und Entwicklung investiert.
Ausbau des Rechenzentrums: Mittlerweile verfügt das Rechenzentrum über
Rechner der Hersteller IBM, Siemens, DEC und Hewlett-Packard mit einer
Gesamtkapazität von 1.224 Megabyte Arbeitsspeicher.
Internationale Geschäfte: Die SAP (International) AG in Biel steuert nun
zwölf Landesgesellschaften, darunter auch Kanada, Singapur und Australien. 1.400
Mitarbeiter erwirtschaften in 15 Ländern einen Umsatz von nahezu 370 Millionen
DM.
Finanzmärkte: Bereits im ersten vollständigen Börsenjahr
erhält das Unternehmen eine Auszeichnung: Das manager magazin kürt die SAP
zum Unternehmen des Jahres. |
| 1990 |
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Forschung & Entwicklung: 1990 wird das Grundkapital der SAP AG durch die
Ausgabe von Vorzugsaktien auf 85 Millionen DM erhöht. Die zusätzlichen Mittel
ermöglichen, weiter steigende Investitionen zu finanzieren. Die rund 110 Millionen
DM, die SAP für Forschung & Entwicklung bereitstellt, fließen zum einen
in die planmäßige Weiterentwicklung des Systems R/2, aber auch in die
Neuentwicklung von SAP R/3. Ein erster Prototyp der Anwendungen Finanzbuchhaltung und
Materialwirtschaft ist bereits realisiert.
Übernahme & Beteiligung: Mit einer 50-prozentigen Beteiligung an dem
Softwareunternehmen Steeb in Abstatt und der vollständigen Übernahme des
Softwarehauses CAS stärkt die SAP ihr Engagement im Bereich der
mittelständischen Wirtschaft.
Vereinigung & Erweiterung: Mit der Wirtschafts- und Währungsunion und
der Einheit Deutschlands ist die SAP auch im Osten Deutschlands präsent. Gemeinsam
mit Siemens Nixdorf und Robotron gründet die SAP die SRS in Dresden. Auch in
Berlin ist das Unternehmen jetzt mit einer eigenen Geschäftsstelle
vertreten.
Neubau & Ausbau: Da am Walldorfer Standort Max-Planck-Straße alle
Baureserven erschöpft sind, beginnt die SAP neben dem Schulungszentrum mit dem Bau
des Entwicklungs- und Vertriebszentrums. 135 Millionen DM investiert die SAP in den
Neubau. Mit über 1.700 Mitarbeitern wird die Umsatzmarke von 500 Millionen DM
überschritten. |
| 1991 |
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Sneak Preview: 1991 präsentiert die SAP erste Anwendungen des
Systems R/3 auf der CeBIT in Hannover. Das Produkt stößt auf herausragende
Resonanz: Mit seinem Client/Server-Konzept, der einheitlichen Gestaltung grafischer
Oberflächen, der konsequenten Nutzung relationaler Datenbanken und dem Betrieb auf
Rechnern unterschiedlicher Hersteller eröffnet die SAP ein neues Marktpotenzial im
Bereich der Niederlassungen und Tochtergesellschaften von Konzernen sowie bei
mittelständischen Unternehmen.
Richtung Osten: Den Aufbruch in Osteuropa begleitet die SAP mit zahlreichen
Aktivitäten. So vereinbart die SAP mit dem größten russischen
Softwareunternehmen ZPS eine Zusammenarbeit und beginnt mit der Entwicklung einer
russischen Version des Systems R/2.
Wachstumsgeschichte: Umsatz- und Mitarbeiterzahl wachsen weiter rasant. Am
Jahresende beschäftigt die SAP in Deutschland und in den mittlerweile 14
Landesgesellschaften fast 2.700 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 707,1
Millionen DM. Mehr als 2.200 Kunden in 31 Ländern arbeiten mit SAP-Software. |
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